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Über uns

Das Rittergut heute

  • seit 1988               Anpflanzung von Weihnachtsbaumkulturen
  • 2004                      Hilmar von Mansberg übernimmt den Betrieb in 12. Generation
  • 2005                      Mit dem Erdbeeranbau wird begonnen
  • 2005 - 2017           öffentlicher Betrieb des "Cafés im alten Kuhstall" mit großem Biergarten
  • 2006 - 2009          "Bunte Note" -  Konzerte und Musikereignisse
  • 2007 - 2017          "Kunst und Handwerk" - Interessante Ausstellungen und Veranstaltungen
  • seit 2009               "Festsaal im alten Pferdestall"
  • 2010 - 2017           "Cottage-Deko" in der alten Schmiede
  • seit 2012               Beginn der Arbeiten im historischen Freimaurerpark
  • seit 2019               Umnutzung der Caféräumlichkeiten als  Veranstaltungslocation
  • ab 2019                 Verschiedene Nutzung der alten Schmiederäume u.a. Freie Trauungen u.Ä.

2004 übernahmen Hilmar und Silke von Mansberg den landwirtschaftlichen Betrieb und bewirtschaften heute wieder 250 ha Forst, ca. 70 ha Ackerbau, ca. 20 ha Erdbeeren in der Direktvermarktung und ca. 8 ha Weihnachtsbäume.
Für Feierlichkeiten u.Ä. stehen seit 2009 der "Festsaal im alten Pferdestall" und seit 2019 zusätzlich die Räume des ehemaligen "Cafés im alten Kuhstall" für vielseitige Nutzungen zur Verfügung.

Nach Jahren der Betriebsverkleinerung versucht die Familie, das Gut wieder auf aktive Beine zu stellen. Im Sommer beschäftigt der Betrieb saisonbedingt ca. 250 Mitarbeiter. Im Winter sind 10 Mitarbeiter mit der Nach- und Vorbereitung der Saison beschäftigt.

Historie

  • 1222        Meinbrexen wird erstmals urkundlich erwähnt
  • 1303        Familie von Hagen wird mit dem "Diekhof" belehnt
  • 1576        Das Lehen fällt an die Familie von Münchhausen
  • 1696        Johann von Mansberg kauft das Rittergut
  • 1699        Bau des barocken Herrenhauses und der Hofanlage

Kurzgeschichte des Rittergutes Meinbrexen - Familie von Mansberg

1222 wurde Meinbrexen als "Haus des Meinbrecht" das erste Mal urkundlich erwähnt. Als sogenannter "Diekhof", Deichhof, war das Rittergut schon damals land- und forstwirtschaftlich bewirtschaftet, ab 1307 von der Familie von Hagen, die 1580 ausstarb.

1580 wurde die Familie von Münchhausen mit dem Gut belehnt, die ihren Stammsitz im Schloss Schwöber hatte. Zu dieser Zeit stand -  wie Merian auf einem Stich festgehalten hat -  auf der "Wohninsel" ein schlichtes Fachwerk-Ensemble und auf dem Wirtschaftshof diverse Gebäude.
Statius von Münchhausen, auch bekannt als Erbauer von Schloss Bevern, ließ 1587 die Kirche St. Johannis an ihrem heutigen Standort errichten, nachdem das Kirchlein am alten Dorffriedhof verödet war.
Der 30jährige Krieg ging auch an Meinbrexen nicht spurlos vorüber, das Dorf und Gut wurde durch ziehende und marodierende Truppen sehr in Mitleidenschaft gezogen.
Die Familie von Münchhausen, ebenfalls gebeutelt durch den Krieg und die enormen Bauschulden des inzwischen verstorbenen Statius von Münchhausen, war sicherlich nicht abgeneigt, als 1693 der Amt- und Kaufmann Johann Michelmann aus Aerzen (Hameln) Interesse bekundete, das Rittergut Meinbrexen zu kaufen.

Meinbrexen liegt in der Nähe von Schloss Bevern, damals Regierungssitz der Herzöge von Wolfenbüttel-Bevern und gesellschaftliches Zentrum.
Johann Michelmann war aber nicht adlig und so konnte der Verkauf des Rittergutes der Ritterschaft Braunschweig nicht vollzogen werden.
Johann stellte beim Kaiser Leopold II. in Wien einen Antrag auf Erhebung in den Adelstand. Da zwei seiner Söhne in den Türkenkriegen bei den kaiserlichen Truppen ihr Leben gelassen hatten, erhob Kaiser Leopold II. 1694 Johann und seine Familie in den Freiherrstand. Als Johann von Mansberg kauft er nach drei Jahren Verhandlungen 1696 schließlich das heruntergekommene Gut.
Seine Schwiegertochter Margarete von Duyvense kam aus einer reichen holländischen Kaufmannsfamilie. Mit Hilfe Ihres Vermögens wurde das marode Gut neu aufgebaut. In nur fünf Jahren Bauzeit entstand das heutige Herrenhaus im frühbarocken Stil, auch der Wirtschaftshof wurde rundum erneuert.
Alsbald Witwe, hielt sie bis zu ihrem Tod das Heft auf dem Gut fest in der Hand und übte dort auch die Gerichtsbarkeit aus.
Ihr Sohn Anton Adam war im wissenschaftlichen Rat in London unter Georg III. und schaffte auch intellektuell den Sprung in die gebildete Gesellschaft der frühen Aufklärung-
Seine beiden Söhne wurden Freimaurer in einer der ersten Logen in Deutschland. Sie waren es, die den hinter dem Herrenhaus befindlichen, mit freimaurerischen Symbolen reich ausgestatteten Landschaftsgarten anlegten, der im Laufe der letzten 250 Jahre in Vergessenheit geriet, zuwucherte und seit 2011 Stück für Stück entdeckt und in den kommenden Jahren wiederhergstellt werden soll.

Da diese beiden Söhne kinderlos verstarben, fiel Meinbrexen an den Vetter Hilmar Leopold von Mansberg, der sich nach einem Junggesellenleben als General der braunschweigischen Armee im Alter von 59 Jahren vor dem Altar wiederfand, um mit der 40 Jahre jüngeren Charlotte von Zielberg aus dem Adelshaus in Höxter (heute Jakob-Pins-Museum) für Nachkommen zu sorgen.
Nach drei Töchtern wurde Hilmar Leopold mit 69 Jahren endlich Vater eines Sohnes...
Sieben Generationen weiter führt heute Hilmar von Mansberg mit seiner Familie die Geschicke von Meinbrexen.